Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache ab Jg. 11 (G9) bzw. Jg. 10 (G8)
Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache ab Jg. 10 kann - wie auch das Fach Italienisch - die erste oder zweite Fremdsprache ersetzen.
Bei der Wahl sind allerdings eine Reihe von Aspekten zu berücksichtigen:
Die Fachrichtung "Spätbeginnende Fremdsprachen" wurde speziell für diejenigen Schüler eingerichtet, die über ein überdurchschnittliches Interesse und eine hohe Motivation am Erlernen einer Fremdsprache besitzen. Diejenigen, die sich für das Erlernen einer weiteren Fremdsprachen entscheiden, müssen sich darüber klar sein, dass Ihnen in den Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 ein erhöhter Lernaufwand bevorsteht. Also: nur wer Spaß hat an Sprachen, sollte sich für eines dieser Fächer entscheiden. Spanisch ist keine schwierige Sprache, dennoch sind auch hier kontinuierliche Lernbereitschaft, ein hohes Maß an Motivation, Öffnung gegenüber anderen Kulturen und die Bereitschaft zu mündlicher und schriftlicher Kommunikation als wichtige Eigenschaften gefragt.
Wichtige Änderungen im G8 hinsichtlich der Belegungspflicht:
Die Fächer der Fachrichtung "Spätbeginnende Fremdsprachen" sind in den Jahrgangsstufen 11 und 12 nicht mehr "nur" zu belegen (d.h. die Halbjahresleistungen zählten im G9 nicht verpflichtend zum Abitur), sondern es müssen immer drei der vier Halbjahresleistungen eingebracht werden. Wenn die Spätbeginnende Fremdsprache als fünftes Abiturprüfungsfach (Colloquium) gewählt wird, müssen alle vier Halbjahre eingebracht werden
Wer diese Risiken und Probleme bei seiner Fächerwahl bedenkt und berücksichtigt, wird jedoch vom Fach Spanisch profitieren, denn:
Spanisch ist mit Chinesisch und Englisch eine der wichtigsten Sprachen weltweit. Spanisch versteht und spricht man in Spanien selbst sowie auf dem gesamten lateinamerikanischen Kontinent - von größeren oder kleineren Ausnahmen vielleicht einmal abgesehen (u.a. Brasilien, Jamaika). Darüber hinaus hat durch die Vielzahl spanischsprachiger Einwanderer gerade in die Südstaaten der USA die Sprache dort beträchtlich an Einfluss hinzugewonnen.
Die Fähigkeit Spanisch zu sprechen und zu verstehen hat im Berufsleben der Zukunft einen zunehmend wichtigen Stellenwert. Seit der Aufnahme Spaniens in die EU vor mehr als 20 Jahren hat diese Bedeutung immer mehr zugenommen. Spanien gilt für die EU auch heute noch als das Tor, gerade aus sprachlichen wie auch kulturellen Gründen, zum lateinamerikanischen Markt. Jemand, der diese Sprache beherrscht, verschafft sich auf einem zunehmend enger werdenden, europäischen Arbeitsmarkt, einen Arbeitsplatzvorteil, der nicht zu unterschätzen ist.
Spanisch macht Spaß! Klar, in der Schule muss es - wie jedes andere Fach auch - ernst genommen und gelernt werden ABER: Spanisch ist wie das Englische unmittelbar verwendbar und im Urlaub kommt man mit den Spaniern sehr schnell ins Gespräch. Und ziemlich bald wird einem klar, dass Spanien, seine Sprache und seine Kultur weitaus interessantere Dinge zu bieten hat als der "Ballermann 6" oder die deutsche Küste der "Costa Brava".
Aber auch das Fach Spanisch an unserer Schule bietet eine Reihe von Vorteilen: da es ein sehr junges Fach ist, ist die Zahl der Kursteilnehmer relativ gering. Dies bedeutet, dass jeder aus einer Stunde sehr viel mitnehmen kann und auch sprachlich häufig zum Zug kommt (was aber auch als eine Warnung an die zu verstehen ist, die sich nicht in den Unterricht einbringen möchten). Außerdem haben Exkursionen zum bayerischen Jakobsweg, Studienfahrten z.B. nach Barcelona in den letzten Jahren das Unterrichtsangebot sinnvoll ergänzt. Ein Comenius-Austauschprojekt auch mit einer spanischen Schule ist in Vorbereitung und bedarf nur noch der Genehmigung seitens der Europäischen Union. Schließlich leistete das Fach Spanisch Pionierarbeit, in dem es die erste moderne Fremdsprache an unserer Schule war, an der mündliche Schulaufgaben durchgeführt wurden.
Ich glaube, es ist zu erkennen, dass wir hier am LWG ein kleines, aber feines Fach sind, in dem Leben herrscht. Wer sich für die Sprache, die Kultur und die Menschen begonnen hat zu interessieren, ist nun herzlich eingeladen auf eine dreijährige Reise "al mundo hispanohablante".
¡VALE LA PENA!
