Gelebte Ökumene am Gymnasium in Schwabmünchen


Von links: evang. Pastor Martin Kögel, Schulleiter des Gymnasiums OStD Alexander Pfaffendorf, kath. Stadtpfarrer Christoph Leutgäb, Referent Dr. Bertram Meier, Organisatorin OStRin Melanie B 

Am Geburtstag Martin Luthers (10.November) hielt der katholische Theologe und Priester Dr. Bertram Meier am Gymnasium in Schwabmünchen zum Auftakt des Lutherjahres vor Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche, vor Schülern der Oberstufe, Eltern und Lehrern einen Vortrag über Ökumene als „Rückkehr zum Auftrag. Was die Stunde geschlagen hat – 500 Jahre nach der Reformation.“ Organisiert wurde die Veranstaltung von OStRin Melanie Baumann, Fachbetreuerin für Religion am Gymnasium.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter des Gymnasiums, OStD A. Pfaffendorf, bezeichnete Dr. B. Meier, Prälat und Bischofsvikar für Ökumene und interreligiösen Dialog, die Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ in Augsburg 1999 als wichtige Etappe auf dem Weg Richtung Einheit der katholischen und evangelischen Kirche. Er betonte, dass sich alle Christen im Dialog und im gemeinsamen Blick auf Jesus näherkommen mögen. Dabei seien die unterschiedlichen Bibelausgaben der beiden Konfessionen nicht als trennend, sondern als lebendiger „Reichtum“ der Kirche wahrzunehmen, aus dem man schöpfen könne. Unsere Zeit brauche ein gemeinsames Zeugnis der Christen, insbesondere auch bei der Bewältigung von aktuellen Problemen in den Bereichen der Bio-, Wirtschafts-  und Sozialethik. Der Referent rief zum Einbezug der Ostkirchen auf und mahnte, nicht zu resignieren, sondern im Sinne von Papst Franziskus voranzuschreiten. Die christlichen Kirchen seien somit nur zukunftsfähig, wenn sie sich zwar profiliert, aber zugleich ökumenisch offen zeigten.

Nach dem Vortrag beantwortete der Referent die zahlreichen Fragen des Publikums. Anschließend fand ein reger Gedankenaustausch zwischen den Teilnehmern statt.